Beim Vorbeigehen am Kamin fällt manchmal eine kleine Verfärbung auf. Die Wand wirkt leicht gelblich, an manchen Stellen sogar feucht. Später kommt vielleicht noch ein säuerlicher Geruch hinzu. In solchen Situationen stellt sich schnell die Frage, ob der Schornstein bereits versottet ist.
Versottung entwickelt sich meist langsam. Feuchtigkeit aus den Abgasen verbindet sich mit Ruß und Verbrennungsrückständen und dringt in das Mauerwerk ein. Die Spuren werden dann mit der Zeit an der Oberfläche sichtbar.
Wer die typischen Anzeichen früh erkennt, kann größere Schäden am Schornstein oft noch vermeiden.
Typische Flecken bei einer Schornstein Versottung
Das deutlichste Warnsignal sind Flecken am Kamin. Sie entstehen, wenn Feuchtigkeit aus dem Schornstein durch den Putz nach außen wandert.
Die Verfärbungen sind meist gelblich oder bräunlich. Manchmal wirken sie auch leicht ölig oder unregelmäßig geformt.
Besonders häufig treten diese Flecken im Bereich der Schornsteinführung durch Wände oder Decken auf. Dort kühlen Abgase besonders stark ab.
Mit der Zeit können sich die Flecken ausbreiten. Sie werden dunkler und können sich sogar durch mehrere Farbschichten drücken.
Feuchtigkeit im Mauerwerk als wichtiges Warnsignal
Neben sichtbaren Flecken zeigt sich Versottung oft durch feuchte Stellen am Schornstein. Der Putz kann sich kühl oder leicht klebrig anfühlen.
In manchen Fällen beginnt die Farbe abzublättern oder der Putz wird weich. Das liegt daran, dass Kondenswasser gemeinsam mit Verbrennungsrückständen in das Material eingedrungen ist.
Eine kleine Prüfung hilft, mögliche Feuchtigkeit zu erkennen:
- betroffene Stelle vorsichtig berühren
- Oberfläche auf Feuchtigkeit prüfen
- angrenzende Wandbereiche vergleichen
- Flecken über mehrere Tage beobachten
Wenn die Flecken größer werden oder sich neue Stellen bilden, deutet das auf eine fortschreitende Versottung hin.
Geruch als Hinweis auf einen versotteten Kamin
Neben sichtbaren Spuren kann auch der Geruch ein wichtiges Warnsignal sein. Viele bemerken zuerst einen säuerlichen oder leicht teerartigen Duft im Raum.
Dieser Geruch entsteht, wenn sich Feuchtigkeit mit Ruß und Verbrennungsrückständen verbindet. Die Mischung enthält verschiedene Stoffe, die den typischen Versottungsgeruch verursachen.
Besonders deutlich wird der Geruch in bestimmten Situationen:
- bei warmem Wetter
- nach längerer Heizpause
- wenn der Kamin selten genutzt wird
Dann können sich die Geruchsstoffe leichter im Raum ausbreiten.
Typische Ursachen für die sichtbaren Schäden
Wenn Flecken oder Gerüche auftreten, steckt meist Kondenswasser im Schornstein dahinter. Dieses entsteht, wenn Rauchgase stark abkühlen.
Besonders häufig passiert das bei niedrigen Abgastemperaturen oder bei kalten Schornsteinen. Auch feuchtes Brennmaterial kann die Feuchtigkeitsmenge im Abgas erhöhen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- schlechter Schornsteinzug
- selten genutzte Kamine
- falsche Ofeneinstellungen
- ungedämmte Schornsteine
Diese Faktoren sorgen dafür, dass sich Feuchtigkeit im Schornstein sammelt.
Typische Fehlversuche bei Flecken am Schornstein
Wenn Flecken an der Wand auftauchen, versuchen viele zuerst eine optische Lösung. Häufig wird der Bereich überstrichen oder mit neuer Farbe abgedeckt.
Das Problem verschwindet dadurch jedoch nicht. Die Feuchtigkeit im Schornstein arbeitet weiter im Mauerwerk und kann später erneut sichtbar werden.
Auch intensiveres Heizen wird manchmal als Lösung betrachtet. Kurzzeitig kann das die Feuchtigkeit reduzieren, doch die Ursache bleibt bestehen.
Eine genaue Diagnose des Schornsteins ist deshalb sinnvoll.
Was im Alltag wirklich hilft
Zur ersten Prüfung kann ein Schornstein Feuchtigkeitsmessgerät helfen, mit dem sich feststellen lässt, ob im Mauerwerk des Kamins bereits erhöhte Feuchtigkeitswerte vorhanden sind.
Kurzfazit
Ein versotteter Schornstein zeigt sich meist durch typische Flecken, feuchte Stellen oder einen säuerlichen Geruch im Raum. Diese Anzeichen entstehen, wenn Kondenswasser aus dem Abgas in das Mauerwerk eindringt.
Je früher diese Symptome erkannt werden, desto einfacher lassen sich größere Schäden vermeiden. Eine genaue Prüfung der Feuchtigkeit im Schornstein hilft dabei, das Ausmaß des Problems besser einzuschätzen.
Wer Flecken oder Gerüche rund um den Kamin bemerkt, sollte den Zustand des Schornsteins deshalb genauer untersuchen.
Häufige Fragen
Welche Flecken entstehen bei einer Schornstein Versottung?
Typisch sind gelbliche oder bräunliche Verfärbungen am Schornstein. Sie entstehen durch eine Mischung aus Feuchtigkeit, Ruß und Verbrennungsrückständen.
Riecht ein versotteter Schornstein?
Ja, häufig entsteht ein säuerlicher oder teerartiger Geruch im Raum. Dieser Geruch kann besonders bei warmem Wetter stärker wahrnehmbar sein.
Kann ein versotteter Schornstein wieder trocknen?
In frühen Stadien kann sich Feuchtigkeit teilweise zurückbilden. Wenn sich das Problem jedoch länger entwickelt hat, sind weitere Maßnahmen erforderlich.
Sind Flecken am Kamin immer Versottung?
Nicht immer. Auch andere Feuchtigkeitsquellen können Flecken verursachen. Eine genaue Prüfung hilft dabei, die Ursache zu klären.